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IASB veröffentlicht Änderungsentwurf zu IFRS 2 (ED/2014/5)

IRZ, Heft 1, Januar 2015, S. 12

Der IASB hat am 25. November 2014 einen Änderungsentwurf zu IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütungen(ED/2014/5) veröffentlicht, der Klarstellungen im Hinblick auf Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung enthält.


Der IASB und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) hatten eine Reihe von Einreichungen mit Bitten um Klarstellung zu IFRS 2. Nachdem einzelne Sachverhalte in früheren Sitzungen der beiden Gremien erörtert wurden, entschied sich der IASB im April 2014, die Sachverhalte zusammen in einem Projekt mit begrenztem Umfang abzuarbeiten. Mit dem Entwurf ED/2014/5 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung werden nun Klarstellungen und Änderungen in Bezug auf folgende Sachverhalte vorgeschlagen:

 

1) Bilanzierung in bar erfüllter anteilsbasierter Vergütungen, die eine Leistungsbedingung beinhalten

IFRS 2 enthält derzeit keine Leitlinien, welche Auswirkungen Ausübungsbedingungen auf den beizulegenden Zeitwert von in bar erfüllten anteilsbasierten Vergütungen haben. Der IASB schlägt daher eine Klarstellung dahingehend vor, dass die Bilanzierung im Fall von in bar erfüllten Vergütungen dem gleichen Ansatz folgen sollte wie bei der Bilanzierung von in Eigenkapitaltiteln erfüllten Vergütungen.

 

2) Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungen, die ohne Steuereinbehalt erfüllt werden

Der IASB schlägt die Aufnahme einer Ausnahme in IFRS 2 vor, sodass eine anteilsbasierte Vergütung, bei der das Unternehmen die anteilsbasierte Vergütungsvereinbarung ohne Steuereinbehalt erfüllt, vollständig als in Eigenkapitaltiteln erfüllt zu klassifizieren ist, sofern die anteilsbasierte Vergütung als in Eigenkapital erfüllt klassifiziert worden wäre, wenn sie nicht das Merkmal der Erfüllung ohne Steuereinbehalt aufgewiesen hätte.

 

3) Bilanzierung von Modifikationen betreffend anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich

In IFRS 2 gibt es derzeit keine gesonderten Regelungen für die Fälle, in denen eine in bar erfüllte Vergütungstransaktion aufgrund der Änderungen der Bedingungen zu einer Erfüllung in Eigenkapitaltiteln wird. In dem Standardentwurf werden diesbezüglich die folgenden Änderungen vorgeschlagen:

 

 

In dem Entwurf wird noch kein Zeitpunkt des Inkrafttretens vorgeschlagen, eine vorzeitige Anwendung soll jedoch gestattet sein. Die Änderungen sollen prospektiv anzuwenden sein; allerdings wäre auch eine rückwirkende Anwendung gestattet, sofern ein Unternehmen alle notwendigen Informationen hat und diese Informationen ohne Rückgriff auf erst später zur Verfügung stehende Erkenntnisse verfügbar sind.

 



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