Konsultation der EFRAG zu IFRS 16


IRZ, Heft 11, November 2016, S. 451

EFRAG hat am 12. Oktober 2016 ein vorläufiges Konsultationsdokument im Rahmen des Endorsement-Prozesses von IFRS 16 veröffentlicht. Auf diesem Weg sollen weitere Erkenntnisse in Bezug auf eine Übernahmeempfehlung gewonnen werden.

Grundsätzlich ist EFRAG der Auffassung, dass IFRS 16 die einschlägigen qualitativen Merkmale erfüllt, vorsichtiger Bilanzierung nicht entgegensteht und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Abschlusses ermöglicht. Außerdem wird davon ausgegangen, dass die Berichterstattung im Vergleich zur Berichterstattung nach den bisherigen Regelungen verbessert wird und europäischen Unternehmen keinen Wettbewerbsnachteil bringt, obwohl keine Konvergenz mit den Vorschriften nach US-GAAP besteht. Demgegenüber hat sich EFRAG bis jetzt noch keine abschließende Meinung gebildet, ob IFRS 16 ein akzeptables Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist. Außerdem wird EFRAG während der Konsultationsperiode noch weitere Arbeiten hinsichtlich der Auswirkungen von IFRS 16 auf KMU, der Meinungen der Adressaten von Abschlüssen und der Auswirkungsanalyse durchführen. Hierzu dient die nunmehr initiierte Konsultation.

In dem Konsultationsdokument werden einige spezifische Fragen in diesem Zusammenhang gestellt, gleichzeitig werden die Adressaten jedoch aufgefordert, auch andere Sachverhalte, die für sie relevant erscheinen, zu benennen. Die Einreichungsfrist für Rückmeldungen endet am 8. Dezember 2016. Eine vorläufige Übernahmeempfehlung wird für den Beginn des Jahres 2017 angestrebt. Das Konsultationsdokument steht auf der Website der EFRAG (www.efrag.org) zur Verfügung.