Monitoring Board der IFRS-Stiftung veröffentlicht Arbeitsprogramm


IRZ, Heft 9, September 2016, S. 364

Das Überwachungsgremium (Monitoring Board) der IFRS-Stiftung hat am 2. August 2016 sein Arbeitsprogramm veröffentlicht. Dieses gliedert sich in drei Hauptbereiche, die durch weitere Aufgliederung konkretisiert werden:

  1. Aktivitäten in Bezug auf die Aufsicht der IFRS-Stiftung über den IASB: Es sollen Dokumente kritisch kommentiert werden, welche die Treuhänder in Bezug auf den Konsultationsprozess des IASB erarbeiten. Darüber hinaus soll es in Bezug auf Rechnungslegungsfragen des allgemeinen öffentlichen Interesses Abstimmungen mit den Treuhändern geben, wenn der IASB solche Rechnungslegungsfragen in seinen Verlautbarungen thematisiert.
  2. Aktivitäten in Bezug auf die Arbeit der IFRS-Stiftung: Der Dialog mit den Treuhändern hinsichtlich der Überprüfung der Wirksamkeit und der Struktur der Stiftung soll fortgesetzt werden. Das Überwachungsgremium will darüber hinaus die Vereinbarungen der Treuhänder in Bezug auf die Finanzierung der Stiftung überprüfen und am Nominierungsprozess und der Billigung von Kandidaten mitwirken.
  3. Aktivitäten in Bezug auf das Überwachungsgremium selbst: Mitglieder des Monitoring Board sollen anhand der angelegten Kriterien neu beurteilt werden. Welche Konsequenzen bei deren Nichterfüllung zu erwarten sind, wird in dem Arbeitsprogramm allerdings nicht weiter ausgeführt. Außerdem soll die Rotation von IOSCO-Mitgliedern in Absprache mit der Organisation und die Ernennung eines weiteren permanenten Mitglieds erwogen werden.

Die dargestellten Bereiche sind allgemeiner gehalten, als man dies üblicherweise von einem „Arbeitsprogramm“ erwarten sollte. Auch einen konkreten Zeitrahmen für die Umsetzung der aufgeführten Aktivitäten nennt das Gremium nicht; es wird lediglich auf die Umsetzung „in naher Zukunft“ verwiesen. Die vollständige Erklärung steht auf der Website der IFRS-Stiftung (www.ifrs.org) zur Verfügung.