Enforcement: Österreichische Finanzmarktaufsicht veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte


IRZ, Heft 1, Januar 2014, S. 13

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat basierend auf den Vorschlägen der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (ÖPR) für am 31. Dezember 2013 oder später endende Geschäftsjahre die nachfolgenden sechs Prüfungsschwerpunkte bekannt gegeben:

 

  • Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten (IAS 36):

Cashflow-Prognosen, Beschreibung der Schlüsselannahmen von Nutzungswerten, Sensitivitätsanalysen;

  • Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19):

Eignung des Diskontierungszinssatzes, versicherungsmathematische Annahmen, Auswirkungen des geänderten IAS 19, Merkmale des Versorgungsplans;

  • Fair Value-Bewertung und Offenlegung (IFRS 13):

Erfüllungsrisiko (non-performance risk), Bewertungsobjekt, Anhangangaben, Kaufpreisallokation bei Unternehmenszusammenschlüssen;

  • Angaben zu Bilanzierungsmethoden, Ermessen und Schätzungen (IAS 1):

Darstellung der signifikanten Bilanzierungsmethoden, die für den Abschluss wesentlich und bedeutend sind, unter Angabe der Anwendung zulässiger Wahlrechte; Erläuterung der wesentlichen Ermessensentscheidungen und deren betragsmäßige Auswirkung auf die im Abschluss erfassten Posten; Angaben zu den Schätzungsunsicherheiten und dem damit zusammenhängenden Risiko von wesentlichen Anpassungen (Sensitivität) der Buchwerte im nächsten Geschäftsjahr; Angaben zu Ereignissen und Umständen, die Zweifel an der Unternehmensfortführung aufwerfen (Going Concern); Angabe der wesentlichen Effekte künftiger Standards auf den Abschluss (IAS 8.30), insbesondere des Konsolidierungspakets (IFRS 10, 11 und 12);

  •  Bewertung und Offenlegung von Finanzinstrumenten:

Ermittlung aller objektiven Hinweise auf eine Wertminderung anhand aller verfügbaren Informationen am Abschlussstichtag, Berücksichtigung des ESMA-Statement on Forbearance Practices im Finanzsektor, qualitative und quantitative Risiken zu Finanzinstrumenten sowie zu Risikokonzentrationen, insbesondere zur Kreditqualität, Angaben zum Liquiditätsrisiko.

  • Konzernlagebericht (§ 243 Abs. 1, 2 und 5 UGB):

Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist; Analyse der Geschäftstätigkeit unter Einbeziehung der für die Geschäftstätigkeit wichtigsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.