IASB und IIRC schließen Arbeitsabkommen


IRZ, Heft 3, März 2013, S. 95

Der International Accounting Standards Board (IASB) und der internationale Ausschuss für integrierte Berichterstattung (International Integrated Reporting Committee, IIRC) haben am 7. Februar 2013 ein Arbeitsabkommen unterzeichnet, in welchem die Standardsetzer ihre verschiedenen Zuständigkeiten anerkennen, jedoch zum gemeinsamen Zweck einer dem 21. Jahrhundert gerecht werdenden Unternehmensberichterstattung ihre Aktivitäten koordinieren wollen.

Dazu werden u.a. folgende Punkte genannt:

  • Förderung der Bemühungen in Bezug auf die globale Harmonisierung und Klarheit der Rahmenkonzepte, Standards und Vorschriften zur Unternehmensberichterstattung zwecks Stärkung des inhaltlichen Zusammenhangs, der Einheitlichkeit und der Vergleichbarkeit, mit dem Ziel einer insgesamt verbesserten Unternehmensberichterstattung,
  • Entwicklung der jeweiligen Rahmenkonzepte, Standards und Leitlinien,
  • gegenseitige Transparenz und Austausch von relevanten und bedeutenden Informationen.

 

Die beiden Parteien des Arbeitsabkommens erkennen gegenseitig ihre verschiedenen Aufgaben an: Der IASB im Hinblick auf die Entwicklung von einheitlichen, international anerkannten Rechnungslegungsstandards, der IIRC im Hinblick auf die Entwicklung eines international anerkannten Rahmenkonzepts für die integrierte Berichterstattung. IASB und IIRC sehen jedoch auch Schnittstellen insoweit, als die Finanzberichterstattung Komponenten liefert, die eine wichtige Säule der integrierten Berichterstattung darstellen.

IASB und IIRC verpflichten sich, in ihren jeweiligen Rollen konstruktiv zusammenzuarbeiten. Das Arbeitsabkommen hat zunächst eine Laufzeit bis zum 30. September 2014. Der Text ist auf der Website des IASB (www.ifrs.org) zum Download verfügbar.