SEC: Neue Angabepflichten für Unternehmen der Rohstoffbranche


IRZ, Heft 10, Oktober 2012, S. 378

Die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) hat am 23. August 2012 neue Vorschriften verabschiedet, die Unternehmen der Rohstoffbranche zu Angaben verpflichten, die sich auf Zahlungen beziehen, die gegenüber der US-amerikanischen Regierung oder ausländischen Regierungen getätigt werden (dies schließt Landes- und Kommunalregierungen ein).

Mit den Vorschriften wird von börsennotierten Unternehmen der Rohstoffbranche gefordert, Angaben zu Zahlungen zu machen, die für die wirtschaftliche Erschließung von Öl, Gas oder Mineralien getätigt wurden. Die Angaben entsprechen im Wesentlichen den von der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (Extractive Industry Transparency Initiative, EITI) geforderten und umfassen auch die Zahlungen an ausländische Regierungen. Mit der erhöhten Transparenz soll eine erhöhte Rechenschaftspflicht der Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit erreicht werden. Ähnliche Angabevorschriften wurden am 18. September 2012 auch von der EU verabschiedet und waren Bestandteil des IASB-Diskussionspapiers zu Rohstoffindustrien, das im April 2010 herausgegeben wurde.

Die Regelungen treten für jährliche Berichtsperioden in Kraft, die nach dem 30. September 2013 enden.