FAF/FASB: Standardsetzungsaktivitäten


IRZ, Heft 10, Oktober 2012, S. 378

Der FASB hat in der jüngsten Vergangenheit neue Verlautbarungen und Entwürfe veröffentlicht:

  • Aktualisierung der Rechnungslegungsstandards (Accounting Standards Update) Technical Amendments and Corrections to SEC Sections: Amendments to SEC Paragraphs Pursuant to SEC Staff Accounting Bulletin No. 114, Technical Amendments Pursuant to SEC Release No. 33–9250, and Corrections Related to FASB Accounting Standards Update 2010–22 (Veröffentlichung des Standards: 27. August 2012).
  • Vorgeschlagene Aktualisierung der Rechnungslegungsstandards (Proposed Accounting Standards Update) zum Thema 220 „Comprehensive Income“: Presentation of Items Reclassified Out of Accumulated Other Comprehensive Income (Veröffentlichung des Standardentwurfs: 16. August 2012).

 

Darüber hinaus hat der FASB seine Haltung zu einer kürzlich gemeinsam mit dem IASB getroffenen Entscheidung zu Bewertungsvorschriften für Beteiligungen einer Investmentgesellschaft an anderen Investmentgesellschaften geändert. Der FASB will nun nicht mehr vorschreiben, dass eine Investmentgesellschaft ihre Beteiligung an einer anderen Investmentgesellschaft zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren hat. Stattdessen sollen gar keine Regelungen zur Bewertung solcher Beteiligungen erlassen werden. Damit soll es Investmentunternehmen gestattet sein, mit der derzeit in der Branche ausgeübten Praxis fortzufahren. Obwohl diese Entscheidung im Widerspruch zu den jüngst mit dem IASB gemeinsam getroffenen Vereinbarungen steht, betont der FASB in der auf seiner Internetpräsenz einsehbaren Veröffentlichung (www.fasb.org), dass

(1) die Abschlussadressaten keine Probleme mit der derzeit ausgeübten Praxis hätten, 

(2) sich in seinem Projekt zur Anwendung von vermögenswert- oder unternehmensbezogenen Leitlinien auf nicht-finanzielle Vermögenswerte, die durch ein Unternehmen gehalten werden, weitere Einblicke ergeben könnten, wie dieser Sachverhalt adressiert werden soll,

(3) durch die Erfüllung der gleichzeitig geforderten Angabeverpflichtungen eine ausreichende Transparenz gewährleistet sei.