Keine Verschiebung des Pflichtanwendungszeitpunkts von IFRS 10


IRZ, Heft 3, März 2012, S. 98

Der IASB hat am 26. Januar 2012 einstimmig beschlossen, die Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 10 und der weiteren Standards des „Konsolidierungspakets“ (IAS 27, IAS 28, IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) nicht zu verschieben.

Der Beschluss erfolgte vor dem Hintergrund, dass dem IASB von europäischer Seite wiederholt signalisiert worden war, eine Einführung der Standards des Konsolidierungspakets (vom Mai 2011) – insbesondere von IFRS 10 – sei zum verpflichtenden Zeitpunkt des Inkrafttretens (Januar 2013) nicht durchführbar.

Die Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (EFRAG) hat ebenfalls angedeutet, eine Übernahmeempfehlung für diese Standards durch die EFRAG würde von einer möglichen Änderung des Zeitpunkts des Inkrafttretens von IFRS 10 beeinflusst werden können. Nach der Ablehnung einer Verschiebung durch den IASB zeichnet sich nun ein abweichender Pflichtanwendungszeitpunkt für IFRS-Bilanzierer in der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses ab.