IASB veröffentlicht Entwurf der jährlichen Verbesserungen im Zyklus 2015−2017


IRZ, Heft 2, Februar 2017, S. 55

Der IASB hat am 12. Januar 2017 den Standard-Änderungsentwurf ED/2017/1 „Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2015-2017“ veröffentlicht (siehe hierzu auch in diesem Heft Wenk, IRZ 2017, 58 ff.). Der IASB verwendet den Prozess jährlicher Verbesserungen, um notwendige, aber nicht dringliche Änderungen an den IFRS vorzunehmen, die nicht Teil eines größeren Projekts sind.

Im Einzelnen werden in ED/2017/1 die folgenden drei Änderungen vorgeschlagen:

  • IAS 12 Ertragsteuern: Klarstellung hinsichtlich des Anwendungsbereichs der Vorschriften zur Erfassung der Ertragsteuerauswirkungen von Dividenden.
  • IAS 23 Fremdkapitalkosten: Klarstellung, dass für die Beschaffung eines qualifizierten Vermögenswerts speziell aufgenommene (Rest-)Fremdmittel ab dem Zeitpunkt, ab dem der qualifizierte Vermögenswert bereit für seine beabsichtigte Nutzung oder zur Veräußerung ist, als Teil des allgemein aufgenommenen Fremdkapitals zu behandeln sind.
  • IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures“: Klarstellung, dass auf nicht nach der Equity-Methode bewertete, andere langfristige Beteiligungen an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture, die ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach einen Teil der Nettoinvestition in dieses assoziierte Unternehmen oder Joint Venture darstellen, IFRS 9 anzuwenden ist. 

Während der Entwurf noch keine Vorschläge für die Zeitpunkte des Inkrafttretens der vorgeschlagenen Änderungen an IAS 12 und IAS 23 enthält, wird vorgeschlagen, die Änderungen an IAS 28 korrespondierend mit IFRS 9 zum 1. Januar 2018 in Kraft treten zu lassen. Die Kommentierungsfrist für ED/2017/1 endet am 12. April 2017; der Standardentwurf kann auf der IASB-Internetpräsenz (www.ifrs.org) eingesehen werden.