IASB ergänzt IAS 40


IRZ, Heft 1, Januar 2017, S. 12

Am 8. Dezember 2016 hat der IASB sein Projekt zur Ergänzung von IAS 40 mit der Veröffentlichung des Ergänzungsstandards Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Änderungen an IAS 40) abgeschlossen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nur erfolgen können, wenn es zu einer Nutzungsänderung gekommen ist.

Im Einzelnen wurden folgende Änderungen in IAS 40 vorgenommen:

  • IAS 40.57 wurde geändert, um klarzustellen, dass ein Unternehmen eine Immobilie dann (und nur dann) in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien übertragen kann, wenn es Belege für eine Nutzungsänderung gibt. Eine Nutzungsänderung liegt vor, wenn die Immobilie die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erstmals erfüllt oder erstmals nicht mehr erfüllt. Dagegen ist eine Änderung der Absichten der Unternehmensleitung in Bezug auf die Nutzung der Immobilie für sich genommen kein Beleg für eine Nutzungsänderung.
  • Nachdem die Liste von Indikatoren in IAS 40.57(a)-(d) bisher als abschließend angesehen wurde, wird nunmehr klargestellt, dass die dort aufgeführten Beispiele nur exemplarischen Charakter haben und somit die Liste nicht abschließend zu verstehen ist.

Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist gestattet, wobei EU-Anwender zunächst noch das Endorsement-Verfahren abzuwarten haben. Die Änderungen sind auf Nutzungsänderungen anzuwenden, die am oder nach Beginn der Berichtsperiode auftreten, in der das Unternehmen erstmalig die Änderungen anwendet. Eine rückwirkende Anwendung ist gestattet, wenn dies ohne Verwendung späterer Erkenntnisse möglich ist.